Frankfurt Hoechst

In der Höchster Altstadt gelegen, zwischen Bolongarostraße, Justinuskirche, Zollturm und Maintor befindet sich der Höchster Schlossplatz. Der über 1000 m² große Platz gilt wegen seiner historischen Bebauung als einer der schönsten Plätze der Stadt.
Als Vorläufer des Höchster Schlosses wurde die Zollburg Mitte des 13. Jahrhunderts auf dem Schlossplatz erbaut, die im Laufe der Jahrhunderte durch weitere Häuserzeilen über den gesamten Platz ergänzt wurde. Der sich auf der Südseite befindliche Zollturm wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Zollburg und Zollturm dienten dazu dem finanzschwachen mainzischen Staat Gelder in die Kassen zu spülen. Diese am Main erhobenen Zölle führten dazu, dass die Frankfurter sich bedroht fühlten und 1396 sowohl die Zollburg als auch die darum herum errichtete Stadt Höchst zerstörten. Bald darauf erfolgte der Wiederaufbau. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts fiel die Stadt einem Großbrand zum Opfer und wurde auch danach mehrfach wieder während kriegerischer Auseinandersetzungen zerstört.
Seine Blütezeit erlebte Höchst während des 18. Jahrhunderts, da der Handel in der Stadt am Main nur so blühte, erfolgte 1746 die Gründung der Höchster Porzellanmanufaktur, die ihren Betrieb erst 1796 einstellte. 1771, noch während der Blütezeit wurde durch die italienische Handelsfamilie Bolongaro der gleichnamige Palast erbaut.
Nach der Besetzung durch französische Truppen während des 1. Weltkriegs wurde die Stadt Höchst aufgrund der Vereinigung der Hoechst AG mit anderen großen Chemieunternehmen zu einem Stadtteil Frankfurts. Den 2. Weltkrieg überstand Höchst nahezu unbeschadet und wurde ebenso wie Frankfurt von amerikanischen Truppen besetzt.
Seit 1972 steht die gesamter Höchster Altstadt unter Denkmalschutz.