Industriepark Hoechst

Der Industriepark Höchst erstreckt sich über die Frankfurter Stadtteile Höchst, Sindlingen und Schwanheim sowie im Südwesten in der Gemarkung Kelsterbach. Der Main durchfließt den Industriepark, der zur ehemaligen Farbwerke Hoechst AG gehört. Mit ca. 4 Quadratkilometern ist er einer der größten Industrieparks Deutschlands. Verbunden durch zwei Brücken verfügt der Industriepark sogar über eine eigene Postleitzahl.
Der Industriepark Höchst wird betrieben von Infraserv Höchst, einer Firma, die Industriedienstleistungen wie Energien sowie Entsorgungs- und Sicherheitsdienstleistungen für die im Industriepark ansässigen Unternehmen Infraserv Logistik und Provadis bietet. Weitere ansässige Unternehmen sind hauptsächlich aus den Bereichen Pharma, Chemie und Biotechnologie. Die Anzahl liegt inzwischen bei 90 Unternehmen. Da es sich beim Industriepark Höchst um einen der größten Chemie- und Pharmastandorte Europas handelt, ist der Betreiber außerdem für die Gefahrenabwehr verantwortlich, weshalb auf dem Werksgelände eine eigene Feuerwehr sowie ein medizinisches Versorgungszentrum für den Ernstfall untergebracht ist.
Seit Aufteilung der Hoechst AG 1998 wurde stetig in den Standort investiert. Etwa 300 Mio. Euro flossen seitdem in den Industriepark, weshalb die Zahl der Unternehmen seit 1997 stetig anstieg. Größtes Einzelunternehmen sowie größter Investor ist Sanofi. Das stetige Wachstum der Unternehmen am Standort sorgte auch für einen Anstieg der Mitarbeiter von etwa 19.000 auf 22.000 im Jahr 2005. Nicht mit eingerechnet die 1.500 Auszubildenden.
Der Industriepark Höchst verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und eine ebenso gute Verkehrsanbindung. Sie liegt die B40a, der so genannte Kelsterbacher Knoten im Süden des Geländes, von dem aus die Zufahrt zur A3 Richtung Flughafen Frankfurt sowie das Krifteler Dreieck an der A66 leicht zu erreichen sind. Allein das Straßennetz im Industriepark Höchst ist 72 km lang.
Angeschlossen an die öffentlichen Verkehrsmittel ist der Industriepark durch den Bahnhof Höchst Farbwerke am Tor Nord, dieser wird angefahren von den S-Bahn-Linien S1 und S2. Der parkeigene Binnenhafen dient zur Abfertigung von Tankschiffen und der Anlieferung von Kraftwerkskohle und Steinsalz. Der jährliche Güterumschlag liegt hier bei etwa 2 Mio. Tonnen.
Der Industriepark Höchst verfügt über ein etwa 800 km langes Rohrleitungsnetz, über welches der Park mit Ethylen und Erdgas versorgt und technische Gase, Druckluft, Wasser, Dampf, Kältemittel sowie weitere Vor- und Zwischenprodukte verteilt werden.
Für forschende und produzierende Unternehmen bietet der Standort mit seiner gewachsenen Infrastruktur ideale Voraussetzungen.